Digitale technische Hilfen und Hilfsmittel als unentbehrliche Unterstützung bei Demenz

In den letzten Monaten, auch bedingt durch Covid-19 Pandemie, ist die Digitalisierung in fast allen Lebensbereichen rasant vorangeschritten – auch im Gesundheitssektor. Millionen Menschen machen Gebrauch von letzten Entwicklungen bei Behandlung von chronischen Krankheiten wie. Demenz, Parkinson, Diabetes oder Hypertonie durch z.B Telemedizin - auch als e-Health bezeichnet, smarte Seniorenhandys, Notfallarmbände, Medikamenten Apps, smarte Tablettenboxen und viele andere.

In Falle von chronischen Erkrankungen ermöglichen diese Lösungen effizientere Einplanung der Zeitkapazitäten von Ärzten, Apothekern, Pflegeheimen, Krankenhäusern oder Krankenkassen. Sie tragen zur besseren Lebensqualität der Betroffenen bei und erleichterte häusliche Pflege von Angehörigen oder Pflegepersonal.

Einen besonderen Einsatz finden die digitale technische Hilfen und Hilfsmittel in der Demenz-Alzheimer Pflege. Spezifische digitale Produkte und Lösungen bieten Beistand, da viele Angehörige bei Pflege um ihren liebsten Demenzkranken oft an Ihre Grenzen stoßen.

 

 

In welche Bereiche der alltäglichen Betreuung der Demenzkranken sind digitale Produkte und Dienstleistungen durchgedrungen?

Bei Demenz können die digitale Helfer in folgenden Bereichen Ihren Beistand leisten:


Sicherheit - in Notfallsituation wird die Hilfe sichergestellt und Verlassen/ Weglaufen aus dem Zuhause vermieden

Pflege – den Betroffenen wird höhere Lebensqualität angeboten und die Angehörige / Pflegekräfte können entlastet werden

Gesundheiter Zustand - über Anwendung von digitalen Hilfsmittels kann die Progression der Demenz-Erkrankung verlangsamt und vitale Funktionen (Blutdruck, Sauerstoffsättigung, Sturz, Herzinsuffizienz) überwacht werden

Anregung – um mentale kognitiven Fähigkeiten, d.h. Gedächtnisfunktionen, Konzentration, Lern- und Denkfähigkeit aufrechtzuerhalten oder zu verbessen.

Aktivität – um den Betroffen sinnlos am Alltag zu beschäftigen und guten physischen Zustand zu gewährleisten oder zu erhalten.

Hauptsächliche in Bereichen wie Gesundheit, Pflege oder Sicherheit finden die digitale Produkte oder Anwendungen Ihre große Anwendung in Form von:

  • Notfallsysteme - SOS-Knöpfe am Arm / Anhänge am Hals / Alleinstehend, Notfallarmbänder, Smarte Seniorenhandys, medizinische Uhren mit SOS-Funktion
  • Weglauf-Prävention – Systeme für GPS Ortung, Seniorensmartphone, Türsensoren
  • Sturzerkennung – Systeme für Erkennung von Sturzgefahr oder Sturzereignis aufgrund wissenschaftlichen Algorithmen
  • Überwachung von vitalen Funktionen –Sauerstoffsättigung mit Pulsoximeter, Blutdruck und Herzinsuffizienz viafernüberwachtes EKG-Gerät, Telemedizin mit Hausarzt oder Apotheker
  • Einhalten von vorgeschriebenem Medikamentenplan – Medikamenten Apps, Smarte Pillendosen, Tablettenboxen mit Alarm Erinnerungen oder zeitlich gesteuerte Tablettenspender.

Die Auswahl von passenden Kombination von diese Hilfsmittel bei Demenz ist ganz individuell, aber eins ist klar: Unterstützung mit technischen Hilfsmittel darf kein Ersatz für menschliche Nähe und Zuwendung sein!

 

 

Der Einsatz von digitalen Hilfen in Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz bringt mit sich viele Vor- und Nachteile

Wir haben einige für Sie zusammengefasst:


Vorteile

  • Demenz-Hilfen können die Selbstständigkeit der Demenzkranken stärken
  • Entlastung von Angehörigen und Pflegekräften, da die Überwachung (Notfall, Sturz, vitale Funktionen, Medikamentengabe usw.) von der Technik übernommen wird
  • Innere Ruhe für Liebsten und Angehörige wird geschaffen, weil der Betroffene geschützt und versorgt wird
  • Der Einsatz spart das Geld und Zeit – die Technik kostet, aber langfristig kann wesentlich günstiger zeigen
  • Digitale Hilfsmittel sind gerade dann sinnvoll, wenn sie emotionale oder zeitliche Freiräume für den Angehörigen schaffen – hat dann mehr Zeit und Kraft sich um den Liebsten besser zu kümmern

 

Nachteile

  • Technischen Hilfsmittel sind keine Menschen - menschliche Nähe ist für die Demenzkranken ganz wichtig
  • Einsatz der technischen Mittel bei Menschen mit Demenz kann zu Einschränkung der sozialen Kontakte mit Angehörigen oder Pflegekräfte führen
  • Technische Lösungen können häufig an der Bedienerfreundlichkeit scheitern
  • Die digitalen technischen Hilfen müssen nicht unbedingt von Demenzkranken akzeptiert werden
  • Um die Technik muss man sich regelmäßig kümmern oder entsprechend warten

 


Wie sicher and verlässlich sind die digitale Lösungen bei Demenz und wie werden die gespeicherten / übertragenen Daten abgesichert?


Die gesammelten bzw. übertragenen Daten müssen entsprechend der Datenschutz-Grundverordnung - DSGVO abgesichert werden. Prüfen Sie immer, ob der Hersteller / Anbieter die DSGVO-Anforderungen erfüllt.


Vergewissern Sie sich, dass der Hersteller / Anbieter ein Spezialist für die bestimmte technische Lösung ist. Dabei sind die Bewertungen und Rezensionen auf den wichtigsten Plattformen wie z.B. TrustPilot, Kununu oder Amazon von enormer Bedeutung.

Die digitale Hilfsmittel, die bei einem Demenzkranken im Einsatz sind, können mit Arzt, Krankenhaus, Pflegeeinrichtung oder Anbieter wie folgt verbunden werden:


Geschlossene Netzwerke (VPNs) – bieten die höchste Stufe an Sicherheit
Bluetooth – ist grundsätzlich sicher, da die Datenübertragung nur lokal geschieht
Wifi / WLAN – sehr beliebt und schnell, allerding verbirgt mehrere Sicherheitsrisken

Die Wahl der angemessene Verbindung hängt von der Art der transferierten Daten und von Empfänger ab. Lassen Sie sich von Hersteller oder Anbieter beraten.

Mittels technischen Hilfsmittel wird die Bereitstellung, Übertragung und Speicherung der wichtigen gesundheitlichen Daten ermöglicht, die für den behandelnden Arzt, Apotheker oder Pflegedienst von enormer Bedeutung sind! Die Bedeutung von diesen Daten wir in nächsten Jahren deutlich zunehmen.

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